Kinderarzt – Fachkräftemangel

Der Markt für Kinderärzte ist unterbesetzt. Es herrscht ein Fachkräftemangel und in Kinderkrankenhäusern gibt es zu wenig Pflegekräfte. Laut der UN-Kinderrechtskonvention steht allen Kindern das Recht auf Gesundheit und Behandlung durch Spezialisten zu. Leider gibt es zu wenig Kinderärzte und viele Eltern finden nach der Geburt ihrer Kinder keinen Kinderarzt oder treffen auf volle Wartezimmer. Neben Kinderärzten mangelt es zudem an der Forschung im Bereich der Erkrankungen von Kindern- und Jugendlichen. In den kommenden Jahren wird die Unterversorgung steigen und einige Ärzte werden ohne Nachfolger in den Ruhestand treten müssen. Zudem finden viele Kinderärzte keine medizinischen Fachangestellten und Ärzte müssen deren Aufgaben in der Praxis übernehmen. Vereinzelte Krankenhäuser müssen ihre Abteilungen für Kinder reduzieren oder schließen. Ist dies der Fall, wird auf ansässige Kinderärzte ausgewichen, die bereits überfüllt sind. Der Grund für diesen akuten Fachkräftemangel wird in der Ausbildung der Vergangenheit gesehen. Der Dachverband DAKJ für Kinder- und Jugendmedizin fordert einen Ausbau von Ausbildungs- und Studienplätzen für Kinderkrankenpflege und setzen sich hierfür akut ein.

Die Berufsaussichten stehen vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels gut. Gesucht werden Kinderärzte, Oberärzte in Krankenhäusern sowie medizinische Fachangestellte. Selbst die Assistenzarzt Pädiatrie Stellenangebote sind zahlreich vorhanden. Viele Regionen und Bundesländer finanzieren Ausbildungs- und Studienplätze in der Hoffnung, dem Fachkräftemangel entgegenwirken zu können. Geworben wird mit verschiedenen Konditionen und einer guten Ausbildung. Viele Städte arbeiten aktiv an Möglichkeiten, die Ausbildungen und Studienplätze attraktiver zu gestalten. In Cottbus wird derzeit eine neue medizinische Hochschule aufgebaut, die ab 2023/ 2024 eröffnen soll. In Kaufbeuren wirbt man damit, eine besonders umfassende innovative praktische Ausbildung zu erhalten, die den Nachwuchs fördern soll.

Je nachdem, welche Stelle man anstrebt, führt der Weg zum Traumjob Kinderarzt ein Studium mit entsprechender Spezialisierung. Wer sich in diesem Bereich weiterbildet, kann sich ziemlich sicher sein, dass er problemlos einen Arbeitsplatz finden wird. Die Leidenschaft für diesen Beruf sollte jedoch nicht fehlen. Möchte man Kinderarzt werden, spezialisiert man sich im Fachbereich Kinderheilkunde oder auch Pädiatrie genannt. Kinderärzte haben neben ihrer eigentlichen Aufgabe auch Organisations- und Verwaltungsaufgaben. Neben dem Behandeln von akuten Erkrankungen werden Diagnosen durchgeführt oder die kindliche Entwicklung überprüft. Dabei ist es wichtig, auf die Eltern einzugehen, die sich vielleicht um ihr Kind sorgen. Als Kinderarzt kann man entweder in einer Arztpraxis oder im Krankenhaus arbeiten und sich entsprechend spezialisieren. Als Kinderarzt sollte man medizinische Fachkenntnisse mitbringen, aber auch Empathie gegenüber den Kindern und Eltern.

Zunächst sollte man Humanmedizin studieren und anschließend die Ausbildung zum Facharzt beginnen. Hier spezialisiert man sich in der Kinderheilkunde. Gegebenenfalls folgt noch die Doktorarbeit. Wer kein Abitur hat, kann trotzdem Kinderarzt werden, wenn eine fachgebundene Studienberechtigung vorliegt. Diese erhält man, wenn man eine Ausbildung in einem medizinischen Beruf abgeschlossen hat und über drei oder mehr Jahre Berufserfahrung im relevanten Umfeld verfügt.

Wer ausgebildeter Kinderarzt ist und eine passende Stelle sucht, kann im Internet über verschiedene Portale fündig werden.

Zusammengefasst gibt es einen akuten Fachkräftemangel für Kinderärzte. Dies wird sich in den kommenden Jahren nicht ändern, da weiter viel zu wenige neue Fachkräfte ausgebildet werden. Die Berufsaussichten stehen gut, da Kinderärzte in Krankenhäusern und in Arztpraxen gebraucht werden. Der Weg zum Kinderarzt ist oft lang und nicht einfach, aber die Chancen auf einen sicheren Arbeitsplatz stehen gut.

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