Natürliche Wachmacher

Jeder von uns kennt die normalen Wachmacher Kaffee und Tee, die vielen von uns morgens helfen wach zu werden. Es gibt aber auch viele natürliche Wachmacher, die keine gesundheitlichen Folgen haben. Hier stellen wir einige vor.

Kaffe erhöht den Puls und den Blutdruck. Das im Kaffee enthaltene Koffein ist der am weitesten verbreitete Wachmacher. Er hat aber auch einige gesundheitliche Nachteile. Den gleichen Effekt ohne gesundheitliche Nachteile haben aber auch einige Pflanzen. Die Süßholzwurzel zum Beispiel, die mit dem Wirkstoff Glycyrrhizin. Dieser Wirkstoff hemmt den Abbau des Stresshormons Cortisol und erhöht dadurch den Blutdruck. Dies macht uns wach, ohne die gesundheitlichen Folgen von Koffein.

 

 

Zu Erwähnen wäre auch das Hirtentäschel, dessen natürlicher Wirkstoff Tyramin den Blutdruck erhöht. Ebenso ein natürlicher Wachmacher ist das Mittagsblumengewächs Kanna, das uns durch ein natürliches Antidepressivum wach macht. Das Serotonin macht uns nicht nur glücklich, es steigert auch unsere Wachsamkeit.

Weiterhin gibt es verschiedene Kräuter, die für ihre stimulierende Wirkung bekannt sind. Dazu gehören beispielsweise Ginseng und Maté. Ginseng wird oft als Adaptogen bezeichnet, das den Körper widerstandsfähiger gegenüber Stress machen kann, während Maté durch seinen Koffeingehalt bei vielen Menschen eine belebende Wirkung hat.

Maté Tee

In der nächsten Sektion wollen wir uns den möglichen Nebenwirkungen dieser Pflanzen widmen. Obwohl viele dieser natürlichen Wachmacher weniger Nebenwirkungen als Kaffee haben, ist es wichtig, auf die individuelle Reaktion des Körpers zu achten.

Häufige Nebenwirkungen

Obwohl natürliche Wachmacher als schonender gelten, können sie dennoch Nebenwirkungen haben. Besonders Menschen, die empfindlich auf Stimulanzien reagieren, sollten vorsichtig sein. Zu den häufigsten Nebenwirkungen gehören:

  • Herzklopfen oder erhöhte Herzfrequenz
  • Schlaflosigkeit
  • Indigestion oder Magenbeschwerden
  • Angstzustände oder Nervosität

Es ist ratsam, neue Wachmacher zunächst in kleinen Mengen zu testen und auf die eigene körperliche Reaktion zu achten.

Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von weiteren Kräutern und Pflanzen, die als Wachmacher eingesetzt werden können, darunter:

  • Guarana: Hoher Koffeingehalt, oft in Energy-Drinks enthalten.
  • Rosmarin: Kann die Durchblutung fördern und das Gehirn anregen.
  • Pfefferminze: Wirkt erfrischend und kann die geistige Wachsamkeit erhöhen.
  • Matcha: Dieses feine Pulver aus grünen Teeblättern hat eine sanfte und anhaltende Wirkung.
  • Schisandra: Diese Beere ist bekannt für ihre adaptogene Wirkung und kann die Konzentration fördern.

Bevor man mit der Einnahme von neuen Wachmachern beginnt, empfiehlt es sich, Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker zu halten, insbesondere wenn man bereits Medikamente einnimmt oder bestehende Gesundheitsprobleme hat.

Ginseng

Schließlich ist es hilfreich, auch die richtige Kombination von Ernährung und Lebensstil zu beachten, um die benötigte Energie und Wachsamkeit auf natürliche Weise zu unterstützen.

Eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Flüssigkeitszufuhr und regelmäßige Bewegung sind entscheidend, um die Wirkung von natürlichen Wachmachern zu optimieren. Ausreichend Vitamine und Mineralstoffe sind ebenfalls wichtig für unsere allgemeine Gesundheit und unser Energieniveau.

Weitere Tipps

Hier sind einige zusätzliche Tipps, um morgens wacher zu werden:

  • Eine kalte Dusche kann den Kreislauf anregen.
  • Bewegung am Morgen, wie z.B. ein kurzer Spaziergang, kann den Blutdruck und die Wachsamkeit erhöhen.
  • Das Trinken von Wasser oder Kräutertee anstelle von koffeinhaltigen Getränken kann helfen, den Körper zu hydratisieren.
  • Bewusste Atemübungen können helfen, den Geist zu klären und die Energie zu steigern.
  • Das Vermeiden von schwerem Frühstück, das Müdigkeit fördern kann, kann ebenfalls von Vorteil sein.

Die richtige Wahl und Dosierung von natürlichen Wachmachern kann von Person zu Person variieren. Es empfiehlt sich, verschiedene Optionen auszuprobieren, um die für sich selbst am besten geeignete Strategie zu finden.

Das Verstehen der individuellen Bedürfnisse und Reaktionen des Körpers kann helfen, die effektivsten natürlichen Wachmacher zu identifizieren. Dazu gehört manchmal auch eine eingehendere Auseinandersetzung mit der eigenen Gesundheit und den eigenen Gewohnheiten. Das Führen eines Ernährungstagebuchs kann beispielsweise hilfreich sein, um herauszufinden, welche Nahrungsmittel und Getränke die persönliche Wachsamkeit unterstützen.

Bildrechte Artikelbild: „Omotesando Koffee“ (CC BY 2.0) by Rollofunk

 

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