EAA Aminosäuren – Wirkung auf den Körper

EAAEAA Aminosäuren sind die Bausteine unserer Muskeln, daher ist es nicht verwunderlich, dass sie eine so wichtige Rolle in unserem Körper spielen. Sie beeinflussen unsere Leistungsfähigkeit und unser Wohlbefinden.

Was sind EAA Aminosäuren?

EAA Aminosäuren sind essentielle Aminosäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Sie müssen daher über die Nahrung aufgenommen werden. EAA Aminosäuren sind die Bausteine für Proteine und spielen eine wichtige Rolle beim Aufbau und Erhalt von Muskelgewebe.

Für wen geeignet?

EAA Aminosäuren sind für alle geeignet, die ihren Körper mit den richtigen Nährstoffen versorgen möchten. Sie eignen sich besonders für Sportler und Bodybuilder, da sie die Muskeln unterstützen und beim Aufbau helfen.

Wo kann man EAA Aminosäuren kaufen?

EAA Aminosäuren können in vielen verschiedenen Geschäften gekauft werden. Sie können auch online bestellt werden. Viele Menschen bevorzugen es, ihre EAA Aminosäuren online zu bestellen, weil sie dort in der Regel eine größere Auswahl an Produkten haben.

Welche essentiellen Aminosäuren gibt es und wie wirken sie im Körper?

Es gibt insgesamt neun essentielle Aminosäuren:

Histidin

Histidin ist an der Herstellung von Haaren, Nägeln und Haut beteiligt. Die Aminosäure ist auch wichtig für die Produktion von Hämoglobin, dem roten Blutfarbstoff. Histidin ist außerdem an der Regulierung des Säure-Basen-Gleichgewichts im Körper beteiligt.

Isoleucin

Isoleucin ist an der Regulation des Blutzuckerspiegels beteiligt und hilft außerdem, den Körper bei der Heilung von Wunden zu unterstützen. Außerdem ist es wichtig für die Produktion von roten Blutkörperchen und hilft dem Körper dabei, Energie zu produzieren.

Leucin

Leucin ist eine verzweigtkettige Aminosäure (BCAA) und spielt eine wichtige Rolle beim Aufbau von Muskelgewebe. Es hilft dem Körper, Proteine zu synthetisieren und ist an der Regulierung des Blutzuckerspiegels beteiligt. Leucin kann auch die Heilung von Knochenbrüchen beschleunigen und den Muskelaufbau nach Verletzungen fördern.

Lysin

Es ist an der Produktion von Carnitin beteiligt, einer Substanz, die Fettsäuren in Energie umwandelt. Lysin ist auch wichtig für die Bildung von Kollagen und Elastin, zwei Stoffen, die für die Gesundheit der Haut, des Haares und der Gelenke wichtig sind.

Methionin

Methionin ist eine der wichtigsten Aminosäuren für den Körper und spielt eine entscheidende Rolle bei vielen Stoffwechselprozessen. Die Aminosäure ist an der Bildung von Proteinen, Enzymen und Hormonen beteiligt und trägt so zur Zellerneuerung, dem Wachstum und der Reparatur von Geweben bei. Darüber hinaus ist Methionin ein wesentlicher Bestandteil des körpereigenen Antioxidans Glutathion.

Phenylalanin

Es ist ein wichtiger Bestandteil von Proteinen und spielt eine entscheidende Rolle bei der Produktion von Neurotransmittern. Phenylalanin hat auch einen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel und kann daher bei Diabetes mellitus Typ 1 und 2 hilfreich sein.

Threonin

Threonin spielt eine wichtige Rolle bei der Produktion von Collagen und Elastin, zwei Proteinen, die für die Gesundheit der Haut, des Bindegewebes und der Knochen wichtig sind. Es ist auch wichtig für die Produktion von Immunproteinkomplexen und Antikörpern.

Tryptophan

Tryptophan ist eine Aminosäure, die im Körper zu Serotonin umgewandelt wird. Serotonin ist ein Neurotransmitter, der die Laune reguliert und bei Depressionen eine wichtige Rolle spielt. Tryptophan ist daher eine wichtige Aminosäure für die mentale Gesundheit. Die Einnahme von Tryptophan kann die Stimmung heben und die Symptome von Depressionen lindern. Tryptophan ist auch ein Schlafmittel und kann bei Schlaflosigkeit helfen.

Valin

Valin wird hauptsächlich in der Leber gebildet und ist an der Blutgerinnung beteiligt. Es hilft auch, den Blutzuckerspiegel zu regulieren und kann die Aufnahme von Glukose in die Zellen verbessern. Valin ist auch wichtig für das Wachstum von Muskeln und die Reparatur von Gewebe.

Natürliche Quellen für EAA Aminosäuren

Einige der besten Lebensmittel, die reich an EAA sind, sind Fleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte. Diese Lebensmittel enthalten alle neun der essentiellen Aminosäuren, die der Körper benötigt. Wenn Sie es jedoch vorziehen, pflanzliche Quellen für Ihre Aminosäuren zu verwenden, gibt es auch einige gute Optionen. Hülsenfrüchte wie Bohnen und Linsen sind eine gute Wahl, da sie reich an mehreren verschiedenen EAA sind. Nüsse und Samen sind ebenfalls hervorragende Quellen für EAA. Lesen Sie auch unseren Artikel zur Bestimmung der biologischen Wertigkeit von Proteinen.

Wie werden EAA Aminosäuren am besten eingenommen?

EAA Aminosäuren sollten am besten in Kombination mit einem Kohlenhydrat eingenommen werden, da sie sonst nicht richtig aufgenommen werden können. Die beste Zeit zum Einnehmen von EAA Aminosäuren ist unmittelbar vor und nach dem Training. So können die Muskeln die Aminosäuren optimal verwerten und aufbauen.

Wie wird EAA optimal dosiert?

Zunächst einmal ist die Dosis abhängig von dem jeweiligen Zweck der Einnahme. So wird beispielsweise bei der Behandlung von Erkrankungen wie Muskelschwund oder Wachstumsstörungen eine höhere Dosis verordnet, als sie für die allgemeine Erhaltung der Gesundheit oder für die Leistungssteigerung benötigt wird. Auch die individuelle Toleranz gegenüber den Aminosäuren spielt bei der Dosierung eine Rolle. So können bei einigen Menschen bereits geringe Dosen zu unerwünschten Nebenwirkungen führen, während andere höhere Dosen gut vertragen.

Zur allgemeinen Erhaltung der Gesundheit oder zur Leistungssteigerung werden in der Regel 3-6 g EAA Aminosäuren pro Tag empfohlen. Bei Erkrankungen wie Muskelschwund oder Wachstumsstörungen können jedoch auch bis zu 10-15 g pro Tag verordnet werden. Die genaue Dosierung sollte immer von einem Arzt oder Ernährungsexperten festgelegt werden, da die Aminosäuren einige Nebenwirkungen haben können und die Dosierung je nach individueller Toleranz angepasst werden muss.

Nebenwirkungen bei der Einnahme

Einige Aminosäuren, die als Ergänzungsmittel angeboten werden, können bei bestimmten Personen zu Nebenwirkungen führen. Die häufigsten Nebenwirkungen von EAA-Aminosäuren sind Magen-Darm-Probleme wie Durchfall, Übelkeit und Erbrechen. Auch Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit und Herzrasen können auftreten. In seltenen Fällen kann es zu allergischen Reaktionen wie Hautausschlag, Juckreiz und Atemnot kommen. Die meisten dieser Nebenwirkungen sind jedoch mild und verschwinden nach einiger Zeit wieder von selbst. Personen, die unter Herzkrankheiten oder anderen ernsthaften Gesundheitsproblemen leiden, sollten jedoch vor der Einnahme von EAA-Aminosäuren Rücksprache mit ihrem Arzt halten.

Warum sind EAAs besser als BCAAs?

EAAs sind die essentiellen Aminosäuren, die der Körper nicht selbst produzieren kann und daher über die Nahrung aufnehmen muss. BCAAs sind eine Untergruppe der EAAs, die drei Aminosäuren (Leucin, Valin und Isoleucin) enthalten.

BCAAs werden oft als Ergänzungsmittel vermarktet und sind in vielen Proteinpulvern enthalten. Sie werden häufig angewendet, um Muskeln aufzubauen und zu erhalten, und es wird angenommen, dass sie bei der Leistungssteigerung helfen.

Allerdings gibt es einige Nachteile bei der Einnahme von BCAAs. Zum einen ist nicht garantiert, dass alle drei Aminosäuren in gleichen Mengen vorhanden sind. Zum anderen können BCAAs die Aufnahme anderer Aminosäuren blockieren und so die Synthese neuer Proteine behindern.

Des Weiteren wird die Wirkung von BCAAs oft überschätzt. Viele Studien zeigen nur eine geringe oder gar keine Wirkung von BCAAs auf den Muskelaufbau oder die Leistungsfähigkeit.

EAAs hingegen enthalten alle neun essentiellen Aminosäuren in einer optimierten Verhältnis, sodass keine Blockade der Aufnahme anderer Aminosäuren auftritt. Die Einnahme von EAAs führt daher zu einer besseren Proteinsynthese und Muskelaufbau.

Fazit zu EAA Aminosäuren

Insgesamt kann man sagen, dass EAA Aminosäuren eine wertvolle Ergänzung für den Körper sind. Sie helfen nicht nur beim Aufbau von Muskeln, sondern auch bei der Regeneration nach dem Training. Allerdings sollte man sie nicht überdosieren, da sonst die Gefahr besteht, dass der Körper die Aminosäuren nicht mehr richtig verarbeiten kann.

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